{"id":10020,"date":"2025-07-04T11:40:10","date_gmt":"2025-07-04T11:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/?p=10020"},"modified":"2025-07-04T11:40:11","modified_gmt":"2025-07-04T11:40:11","slug":"berlin-post-cool","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/","title":{"rendered":"Berlin Post-Cool"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"10020\" class=\"elementor elementor-10020\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2b38a35 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"2b38a35\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-91bfa9d elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"91bfa9d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><i>Bye-bye Berlin, Berlin bye-bye<\/i><i><br \/><\/i><i>Alles dahin, endlich sind wir frei<\/i><\/p><p><i>\u2013 Tocotronic, 2025<\/i><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-84ba97f e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"84ba97f\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f37997d elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"f37997d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>In ihrem Song \u201e<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8MfmrYX4r-E\">Bye Bye Berlin\u201c<\/a> verabschieden Tocotronic eine \u00c4ra: \u201eBerlin, dein Berghain brennt!\u201c, hei\u00dft es darin, 20 goldene Jahre gehen nun zu Ende. Wohin es Tocotronic jetzt zieht, geben sie noch nicht bekannt. Ihr k\u00fcnstlerischer Abgesang reiht sich ein in eine spezifische Wahrnehmung der Stadt, die international bereits zu einem eigenen Namen gefunden hat: In der Kunstszene taucht Berlin seit einiger Zeit vermehrt in Verbindung mit dem Label \u201epost-cool\u201c auf. Das Kunstmagazin <i>Spike<\/i> setzte <a href=\"https:\/\/shop.spikeartmagazine.com\/products\/issue-81-82-autumn-winter-2024-the-post-cool\">\u201eThe Post-Cool\u201c<\/a> im vergangenen Winter sogar auf ihren Titel und widmete Berlin darin ein ganzes Feature \u2013 kein Zufall, nachdem das Land Berlin im September 2024 breite K\u00fcrzungen im Kulturetat ank\u00fcndigte. Die Schriftstellerin Helene Hegemann, selbst Bewohnerin dieser Stadt, beschreibt die derzeitige Post-Coolness Berlins auch damit, dass die Stadt einem <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/kultur\/buecher\/helene-hegemann-striker-interview\/\">\u201eEx-Heroin-Chic-Model\u201c<\/a> gleiche.\u00a0<\/p>\n<p>Dass Berlin offenbar an Coolness eingeb\u00fc\u00dft hat, zeigt auch ein pragmatischer Blick auf das <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/reisefuhrer-ist-berlin-out-deutsche-hauptstadt-kein-trendziel-mehr-13309705.html\">Tourismusaufkommen<\/a>: In den letzten beiden Jahren besuchten mehr als eine Million Menschen weniger die Hauptstadt als in den Jahren zuvor. Die geplanten Einsparungen in der Kunst-, Kultur- und Clubszene werden hierauf noch zus\u00e4tzlichen Einfluss haben, der atmosph\u00e4risch sp\u00fcrbar sein wird. Der <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/bezirke\/nach-aktion-gegen-clubsterben-wo-sich-der-watergate-grabstein-jetzt-befindet-13199575.html\">Grabstein<\/a>, den das Kollektiv Steinzeit.Alter vor den ehemaligen Watergate-Club gesetzt hat, demonstriert ganz gut, wohin die Reise gehen k\u00f6nnte. <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2024\/dec\/31\/people-like-me-flocked-to-berlin-because-it-was-poor-but-sexy-those-times-are-over\">Fatma Aydemir schreibt im <i>Guardian<\/i><\/a>, die Stadt werde nun den \u201erich kid artists\u201c \u00fcberlassen, \u201earm, aber sexy\u201c sei nun vorbei. \u201eEin letzter Kuss im Business-Park\u201c, hei\u00dft es in dem Lied von Tocotronic, dann ziehe man besser aus der Stadt heraus.<\/p>\n<p>Diese Behauptung, dass es in Berlin mit der Coolness vor\u00fcber sei, ist allerdings gar kein neues Ph\u00e4nomen: Schon <a href=\"https:\/\/www.berlinglobal.org\/index.php?a-recent-magazine-article-posted-by-stern-magazine-claims-that-berlin-is-losing-its-coolness-as-prices-skyrocket\">2015<\/a> gab es Stimmen, die vorbrachten, Berlin sei nicht mehr \u201ecool\u201c und verliere durch den Ausverkauf seine Essenz. Es stellt sich daher die Frage, wie \u201eCoolness\u201c als Hype und Ph\u00e4nomen funktioniert \u2013 bis sie jeweils zyklisch in den Mainstream \u00fcbergeht \u2013 und was eine \u201ePost-Cool\u201c-\u00c4ra auch mit der Kunstszene zu tun hat. Denn der kritisierte Ausverkauf findet auch durch die Szene selbst statt, zugunsten von Kommerz und der Anpassung an \u00f6konomische Realit\u00e4ten.<br \/><br \/><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-89ed88f elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"89ed88f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"449\" src=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/pexels-seven11nash-380768-1024x575.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-image-10261\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/pexels-seven11nash-380768-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/pexels-seven11nash-380768-300x168.jpg 300w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/pexels-seven11nash-380768-768x431.jpg 768w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/pexels-seven11nash-380768-1536x862.jpg 1536w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/pexels-seven11nash-380768.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ff3d3ae elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"ff3d3ae\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p style=\"text-align: center;\">Ein letzter Kuss im Co-Working-Space.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-fe7a2d0 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"fe7a2d0\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-188e5bc elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"188e5bc\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><b>Coolness als \u00c4sthetik der Stadt\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Als szenetypisches Ph\u00e4nomen ist Coolness untrennbar mit Berlin verwoben und der Begriff keinesfalls beliebig gew\u00e4hlt. Er verbindet sich mit dem Namen der Stadt, weil es die vielen Subkulturen und Szenen sind, die Berlin ausmachen. Als kulturelle und \u00e4sthetische Strategie wird Coolness seit jeher mit Berlin assoziiert, \u201eSzenen-Coolness\u201c wei\u00df man hier sehr sicher zu bespielen. Wird das Ende der Coolness verk\u00fcndet, weist das zugleich auf eine deutliche Ver\u00e4nderung des k\u00fcnstlerischen und kulturellen Geschehens hin.<\/p>\n<p>In gewisser Weise wird \u201eCoolsein\u201c auch von den Bewohner*innen erwartet. Sympathiepunkte kriegt die Stadt daf\u00fcr nicht (wer in Berlin lebt, sp\u00fcrt immer wieder mal den Konflikt zwischen Authentizit\u00e4t auf der einen Seite und Anpassung an den geltenden Coolness-Kodex auf der anderen), trotzdem ist Coolness das Distinktionsmerkmal der Stadt schlechthin. Die <i>cool kids <\/i>der Stadt wissen ganz intuitiv, wie sie performen m\u00fcssen; cool zu sein bedeutet hier, exzessiv und unnahbar zu sein, die richtigen Orte und Leute zu kennen und streng zwischen cool\/uncool zu unterscheiden. Die \u201eharte T\u00fcr\u201c Policy Berlins dr\u00fcckt ganz gut aus, was Coolness in der Praxis tut: selektieren.\u00a0<\/p>\n<p>In der Coolness liegt zwangsl\u00e4ufig eine Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung, denn man vergisst, dass der <i>Underground <\/i>auch woanders stattfindet. Als kulturelle, bewusst oder h\u00e4ufig auch unbewusst ausge\u00fcbte Praxis sind Coolness-Codes immer ortsspezifisch: die Adidas-Trainingshose ist kein universelles Symbol. Angesichts der mit Coolness verbundenen Zw\u00e4nge w\u00e4re es also eigentlich w\u00fcnschenswert, wenn die Stadt nun in die Post-Cool-\u00c4ra eintritt.\u00a0<\/p>\n<p>Als Begriff bleibt Coolness unscharf und stark abh\u00e4ngig von subjektiven Eindr\u00fccken und Erfahrungen. Den Versuch, sie wissenschaftlich zu erfassen, wagte die Amerikanistin Ulla Haselstein in einem <a href=\"http:\/\/www.loe.fu-berlin.de\/zentrum\/einblicke\/ringvorlesung\/coolness\/index.html\">Vortrag an der FU Berlin<\/a>: Mit dem Coolsein ziele man darauf ab, von seinesgleichen erkannt zu werden. Man muss in der Coolness \u201ein der Lage sein, sich zu verbergen\u201c. Das, was die Coolness einfordere, das Cool-Distanzierte sei aber immer <i>etwas Gemachtes<\/i>: Coolness ist Konvention, kein Gesetz. Einen Vortrag zur Post-Coolness gibt es von ihr noch nicht.\u00a0<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnte man an Anne Imhof denken, die K\u00fcnstlerin, die Coolness <i>gemacht<\/i> hat (auch wenn ihre \u201eStreet-Cred\u201c auf ihrem ehemaligen Job im westdeutschen Club Robert Johnson gr\u00fcndet). Vielleicht war sie eher die k\u00fcnstlerische Katalysatorin eines schon l\u00e4nger bestehenden Coolness-Ph\u00e4nomens. Ihre von Szene\u00e4sthetik gepr\u00e4gten Arbeiten aber hatten einen gro\u00dfen Einfluss auf den Modus des Distanzierten innerhalb der Szene selbst. Der gro\u00dfe Hype um mit Imhof mehr oder weniger assoziierte Orte wie der Schinkel-Pavillon oder die Galerie CFA (Contemporary Fine Arts) und deren internationale Strahlkraft bezeugen die Coolness-Performanz Imhofs und ihrer Lebensgef\u00e4hrtin und k\u00fcnstlerischen Partnerin Eliza Douglas.<br \/><br \/><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6b9331a elementor-widget__width-initial elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"6b9331a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"746\" height=\"892\" src=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/berlinclubmemes.png\" class=\"attachment-medium_large size-medium_large wp-image-10285\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/berlinclubmemes.png 746w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/berlinclubmemes-251x300.png 251w\" sizes=\"(max-width: 746px) 100vw, 746px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-611c273 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"611c273\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Berlin Starter-Pack. Foto: <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/berlinclubmemes\/\">@berlinclubmemes<\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d764c97 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"d764c97\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c8acf34 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"c8acf34\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><b>Post-Cool, oder: \u201eHow To Get Into Berghain\u201c<\/b><\/p>\n<p>Jetzt bekommt die Coolness schon dadurch Risse, dass die ganzen Coolness-Performanzen inzwischen breit geteilt und offengelegt werden. <a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=video&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwjiju6V2LSMAxWXUaQEHWD4NAAQtwJ6BAgOEAI&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DzuxTM9L2uq4&amp;usg=AOvVaw013gbvQdWiUnGFzy5tDK3g&amp;opi=89978449\">Ein Video<\/a>, das erkl\u00e4rt, wie man es an dem gef\u00fcrchteten T\u00fcrsteher Sven Marquart vorbei ins Berghain schafft, hat auf YouTube ganze 4.4 Millionen Aufrufe. Der <i>Underground<\/i> ist l\u00e4ngst viral gegangen \u2013 alle wissen, worum es geht. Auch die Wissenschaft ist dieser Frage auf den Fersen und versucht, das <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/berghain-in-berlin-und-die-techno-szene-forscher-erklaert-das-einlass-prinzip-a-5e3702e0-6fb4-4413-a9eb-85e99b8cae9f\">\u201eEinlass-Prinzip\u201c<\/a> der Berliner Clubs aufzudr\u00f6seln. Orte, die gerade aufgrund ihrer Unerreichbarkeit ehemals als cool markiert waren, werden mittlerweile offen geteilt. Am Beispiel Berghain hatte die Covid-19-Pandemie doppelten Einfluss: Mit <i>Studio Berlin<\/i> er\u00f6ffnete im Berghain eine Ausstellung \u2013 <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/warum-die-berghain-schau-ein-erfolg-ist--und-polarisiert-4198192.html\">ein Wink des damaligen Kultursenators Klaus Lederer<\/a>, um die Kunstszene in der pandemischen Krise wieder anzukurbeln \u2013 weshalb es per Online-Ticket pl\u00f6tzlich jedem m\u00f6glich war, in den Ort der Coolness zu marschieren. Die Setzung Lederers sorgte damals f\u00fcr Kritik, da weltbekannte K\u00fcnstler*innen wie Olafur Eliasson oder John Bock im kultigen Club ausstellten und alle vorher intimen R\u00e4ume pl\u00f6tzlich \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich waren. Der pl\u00f6tzlich demokratische Zugang zum Berghain warf Fragen auf: War dieser breitere Zugang w\u00fcnschenswert \u2013 oder markierte das den endg\u00fcltigen Ausverkauf der Szene?<\/p>\n<p>An Anne Imhof und ihrem Netzwerk l\u00e4sst sich ebenfalls gut beobachten, wie Coolness zu einem ambivalenten Modus wird: Das Arbeiten mit coolen \u00c4sthetiken (Berlin als Hauptstadt der Techno- und Clubkultur, subkulturelle Referenzen, Selbstinszenierung, Genderfluidit\u00e4t) wird pl\u00f6tzlich zu einem Programm, das global anschlussf\u00e4hig ist, das kommerziell funktioniert \u2013 auch au\u00dferhalb Berlins. Dieser Modus von Coolness als \u00c4sthetik ist dann selbst Teil des Ausverkaufs, den er urspr\u00fcnglich zu hinterfragen oder zu unterlaufen vorgab. Die \u00c4sthetisierung des Subversiven als ultimative Post-Coolness sozusagen.\u00a0<\/p>\n<p>Robert Schulte, der Direktor der Julia Stoschek Foundation, macht das Ende der Berliner Coolness im <i>Spike<\/i>-Magazin n\u00fcchtern an den ver\u00e4nderten Schlie\u00dfzeiten der Bars in der Stadt fest. Die Schmetterling Bar in Kreuzberg etwa m\u00fcsse mittlerweile bereits um 02 Uhr morgens schlie\u00dfen, weil sich sonst die (uncoolen) Nachbarn beschweren. Schulte sieht hierin \u201ethe clearest manifestation of a new mood in the city, embodying a new Berlin \u2013 a post-cool Berlin\u201c. Dieser neue Modus muss aber gar nicht zwangsl\u00e4ufig etwas Negatives bedeuten. Vielmehr beschreibt der Ausdruck f\u00fcr Schulte eine Phase oder einen \u00dcbergang, in dem Elemente und \u00c4sthetiken, die ehemals als cool galten, nicht mehr dieselbe Bedeutung haben wie zuvor. Schultes Definition spricht sich also f\u00fcr Post-Coolness als eine Verschiebung ehemaliger Hypes aus.\u00a0<\/p>\n<p>Bei Imhofs stilisierter Coolness-Strategie wird jedoch deutlich, wie fragil das Konzept von Coolness auch ist: Sobald es Teil eines marktf\u00f6rmigen \u00c4sthetiksystems wird, steht es vor der Notwendigkeit, sich selbst zu dekonstruieren, als eine Art Post-Coolness, die jede Coolness verloren hat.\u00a0<\/p>\n<p><b>Schon wieder ein neuer Postismus?\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Das Label post-cool steht hier kritisch f\u00fcr einen Kunstbegriff, der seine urspr\u00fcnglichen Ideale nicht mehr erf\u00fcllen kann. Aber auch f\u00fcr eine gesellschaftliche und politische Entwicklung, die Kunst und Kultur nicht mehr gen\u00fcgend Raum einr\u00e4umt. Die Betitelung \u201ePost-Cool\u201c versucht den Verlust der Essenz einer Stadt einzufangen, den auch Tocotronic und andere K\u00fcnstler*innen bereits sp\u00fcren. Ein Abgesang, eine Feststellung, ein Warnruf. Tocotronic geben jetzt schon (oder endlich?) auf.\u00a0<\/p>\n<p>In dem k\u00fcrzlich erschienenen Buch <a href=\"https:\/\/www.suhrkamp.de\/buch\/dieter-thomae-post-t-9783518588307\"><i>Post-. Nachruf an eine Vorsilbe<\/i><\/a> schl\u00e4gt der Philosoph Dieter Thom\u00e4 vor, es mit der Post-Vorsilbe komplett zu lassen: Post<i>&#8211;<\/i> ist f\u00fcr ihn immer nur ein R\u00fccklauf auf etwas, das sowieso schon existiert und leitet nur scheinbar in einen neuen Zustand \u00fcber. Wirkliche Ver\u00e4nderung geschehe erst, wenn man sich radikal der Gegenwart stelle. Etwas von dieser Forderung kommt trotzdem im Begriff der <i>Post<\/i>-Coolness zum Ausdruck: Der Wunsch, sich eben jenseits aller Coolness-Attit\u00fcden auf die Seite dessen zu stellen, worauf es wirklich ankommt; sich weniger von der Coolness blenden zu lassen und mehr auf das Tats\u00e4chliche zu schauen: Wie kann man sich der Welt stellen, frei von Ironie und Def\u00e4tismus, und sich auf produktive Weise mit ihr auseinandersetzen?\u00a0<br \/><br \/><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-999b613 elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"999b613\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"588\" src=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/StudioBerlin_011_-768x588.jpg\" class=\"attachment-medium_large size-medium_large wp-image-10263\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/StudioBerlin_011_-768x588.jpg 768w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/StudioBerlin_011_-300x230.jpg 300w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/StudioBerlin_011_-1024x784.jpg 1024w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/StudioBerlin_011_.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-84d9435 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"84d9435\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Zwischen September 2020 und August 2021 wurde das Berghain zur Kunsthalle umfunktioniert.\u00a0<br \/><span style=\"letter-spacing: 0.2px;\">\u00a9 Studio Berlin \/ Boros Foundation, Berghain, Berlin 2020. Artwork: \u00a9 Rirkrit Tiravanija. Photo: \u00a9 Noshe<\/span><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2fed455 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"2fed455\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-49bca3a elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"49bca3a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><b>Bye bye Coolness, bye bye Berlin?<\/b><\/p><p>Der Begriff der Post-Coolness steht daher nicht f\u00fcr eine \u00e4sthetische Verschiebung, sondern f\u00fcr ein Symptom kultureller und gesellschaftlicher Umbr\u00fcche, das insbesondere am Beispiel Berlins sp\u00fcrbar ist. Er k\u00fcndet von dem Versuch, eine Welt um uns herum zu verstehen, die sich gerade in tiefgreifender Ver\u00e4nderung befindet: Auf st\u00e4dtischer Ebene geht es um Verdr\u00e4ngung, steigende Mieten, den Verlust der kulturellen R\u00e4ume, die Coolness erst m\u00f6glich machten; auf einer tieferen, kulturellen Ebene verliert Coolness als Begriff an Sch\u00e4rfe, weil sie selbst zunehmend zur Inszenierung geworden ist. Post-Coolness erscheint als das Nachgl\u00fchen eines Versprechens, das in Berlin sehr lange g\u00fcltig war: Das Versprechen vom rebellischen Anderssein, vom kreativen \u00dcberfluss mit wenigen Mitteln, das sich nun in der Kommerzialisierung umkehrt. Institutionen und Orte ehemaligen Au\u00dfenseitertums \u2013 Orte der Coolness \u2013 sind heute Teil des kulturellen Establishments, klar eingebunden in einen marktkompatiblen Kontext. Coolness muss man sich mittlerweile leisten k\u00f6nnen und ist zum Luxus geworden.\u00a0<\/p><p>Daher l\u00f6st \u201epost-cool\u201c endg\u00fcltig Klaus Wowereits \u201earm, aber sexy\u201c ab. \u201eArm\u201c ist Berlin schon lange nicht mehr und eine Kulturszene, die massiv auf staatliche Unterst\u00fctzung angewiesen ist und nun radikale K\u00fcrzungen vornehmen muss, ist wenig \u201esexy\u201c. Anstelle der Kunst als Kern der Stadt tritt das Geld, begleitet von den <i>rich kids artists<\/i>, die sich die R\u00e4ume und Mieten noch leisten k\u00f6nnen. Und den wenigen etablierten K\u00fcnstler*innen, die schon Zugang zu finanziellen und institutionellen Ressourcen haben. Statt widerst\u00e4ndiger Kunst werden zunehmend Kapital und Post-Coolness das Stadtbild pr\u00e4gen.\u00a0<\/p><p>Berlin war und ist aber noch immer eine politische Stadt. Deshalb steckt in dem Label Post-Coolness auch der Ruf: Wo bleibt die raue, politische Form der Coolness, die ihr mal hochgehalten habt?\u00a0<\/p><p>Helene Hegemann gibt schlie\u00dflich zu: \u201eMan hat hier schon immer noch ziemlich viel Gl\u00fcck. Mir f\u00e4llt kein vergleichbarer Ort ein.\u201c Damit das mit dem Gl\u00fcck aber nicht noch willk\u00fcrlicher wird \u2013 und man Berlin nicht wie Tocotronic im Refrain verl\u00e4sst \u2013 muss f\u00fcr die Kunst in der Stadt gek\u00e4mpft werden.\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, was ist nur aus dir geworden? Zwischen Austern und Crack wollen alle nur noch weg \u2013 oder doch nicht? Ob gerade eine neue \u00c4ra in der Hauptstadt anbricht und was das mit Kunst, Coolness, Pose und Geld zu tun hat, ergr\u00fcndet f\u00fcr uns die Urberlinerin Alissa Geffert.<br \/>\nLesezeit: 9 Minuten<\/p>\n","protected":false},"author":43,"featured_media":10262,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"elementor_theme","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[56],"tags":[554,553,552,43,547,548,551,223,63,38,464,531,295,546,549,550,507,375],"class_list":["post-10020","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allebeitraege","tag-alissa-geffert","tag-anne-imhof","tag-berghain","tag-berlin","tag-coolness","tag-kommerz","tag-kulturpolitik","tag-kunstkritik","tag-kuenstler","tag-kuenstlerin","tag-kunstmesse","tag-kunstszene","tag-kuratorin","tag-post-cool","tag-subkultur","tag-szeneaesthetik","tag-tocotronic","tag-zeitgenoessische-kunst"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Berlin Post-Cool \u2013 Crisp Magazin<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Berlin ist nicht mehr cool \u2013 oder doch? Ein Essay \u00fcber Kunst, Kommerz, Szene und die \u00c4ra der Post-Coolness in der Hauptstadt.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Berlin Post-Cool \u2013 Crisp Magazin\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Berlin ist nicht mehr cool \u2013 oder doch? Ein Essay \u00fcber Kunst, Kommerz, Szene und die \u00c4ra der Post-Coolness in der Hauptstadt.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Crisp Magazin\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-07-04T11:40:10+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-07-04T11:40:11+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/tocotronic_bye-bye-berlin.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2000\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1114\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Alissa Geffert\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Alissa Geffert\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"11\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/berlin-post-cool\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/berlin-post-cool\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Alissa Geffert\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/1916dabbf9b4c9d1dd677ae48ad5d321\"},\"headline\":\"Berlin Post-Cool\",\"datePublished\":\"2025-07-04T11:40:10+00:00\",\"dateModified\":\"2025-07-04T11:40:11+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/berlin-post-cool\\\/\"},\"wordCount\":1849,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/berlin-post-cool\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/05\\\/tocotronic_bye-bye-berlin.jpg\",\"keywords\":[\"Alissa Geffert\",\"Anne Imhof\",\"Berghain\",\"Berlin\",\"Coolness\",\"Kommerz\",\"Kulturpolitik\",\"Kunstkritik\",\"K\u00fcnstler\",\"K\u00fcnstlerin\",\"Kunstmesse\",\"Kunstszene\",\"Kuratorin\",\"Post-Cool\",\"Subkultur\",\"Szene\u00e4sthetik\",\"Tocotronic\",\"zeitgen\u00f6ssische Kunst\"],\"articleSection\":[\"Alle Beitr\u00e4ge\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/berlin-post-cool\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/berlin-post-cool\\\/\",\"name\":\"Berlin Post-Cool \u2013 Crisp Magazin\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/berlin-post-cool\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/berlin-post-cool\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/05\\\/tocotronic_bye-bye-berlin.jpg\",\"datePublished\":\"2025-07-04T11:40:10+00:00\",\"dateModified\":\"2025-07-04T11:40:11+00:00\",\"description\":\"Berlin ist nicht mehr cool \u2013 oder doch? Ein Essay \u00fcber Kunst, Kommerz, Szene und die \u00c4ra der Post-Coolness in der Hauptstadt.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/berlin-post-cool\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/berlin-post-cool\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/berlin-post-cool\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/05\\\/tocotronic_bye-bye-berlin.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/05\\\/tocotronic_bye-bye-berlin.jpg\",\"width\":2000,\"height\":1114},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/berlin-post-cool\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Berlin Post-Cool\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/\",\"name\":\"Crisp Magazin\",\"description\":\"Junges, kritisches Kunstmagazin \u2013 herausgegeben von ato\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/#organization\",\"name\":\"ato\",\"url\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/02\\\/ato_Logo_rund.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/02\\\/ato_Logo_rund.png\",\"width\":862,\"height\":862,\"caption\":\"ato\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"}},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/1916dabbf9b4c9d1dd677ae48ad5d321\",\"name\":\"Alissa Geffert\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/07\\\/IMG_7565-150x150.jpg\",\"url\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/07\\\/IMG_7565-150x150.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/07\\\/IMG_7565-150x150.jpg\",\"caption\":\"Alissa Geffert\"},\"url\":\"https:\\\/\\\/ato.vision\\\/magazine\\\/author\\\/alissa-geffert\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Berlin Post-Cool \u2013 Crisp Magazin","description":"Berlin ist nicht mehr cool \u2013 oder doch? Ein Essay \u00fcber Kunst, Kommerz, Szene und die \u00c4ra der Post-Coolness in der Hauptstadt.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Berlin Post-Cool \u2013 Crisp Magazin","og_description":"Berlin ist nicht mehr cool \u2013 oder doch? Ein Essay \u00fcber Kunst, Kommerz, Szene und die \u00c4ra der Post-Coolness in der Hauptstadt.","og_url":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/","og_site_name":"Crisp Magazin","article_published_time":"2025-07-04T11:40:10+00:00","article_modified_time":"2025-07-04T11:40:11+00:00","og_image":[{"width":2000,"height":1114,"url":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/tocotronic_bye-bye-berlin.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Alissa Geffert","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Alissa Geffert","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"11\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/"},"author":{"name":"Alissa Geffert","@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/#\/schema\/person\/1916dabbf9b4c9d1dd677ae48ad5d321"},"headline":"Berlin Post-Cool","datePublished":"2025-07-04T11:40:10+00:00","dateModified":"2025-07-04T11:40:11+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/"},"wordCount":1849,"publisher":{"@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/tocotronic_bye-bye-berlin.jpg","keywords":["Alissa Geffert","Anne Imhof","Berghain","Berlin","Coolness","Kommerz","Kulturpolitik","Kunstkritik","K\u00fcnstler","K\u00fcnstlerin","Kunstmesse","Kunstszene","Kuratorin","Post-Cool","Subkultur","Szene\u00e4sthetik","Tocotronic","zeitgen\u00f6ssische Kunst"],"articleSection":["Alle Beitr\u00e4ge"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/","url":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/","name":"Berlin Post-Cool \u2013 Crisp Magazin","isPartOf":{"@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/tocotronic_bye-bye-berlin.jpg","datePublished":"2025-07-04T11:40:10+00:00","dateModified":"2025-07-04T11:40:11+00:00","description":"Berlin ist nicht mehr cool \u2013 oder doch? Ein Essay \u00fcber Kunst, Kommerz, Szene und die \u00c4ra der Post-Coolness in der Hauptstadt.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/#primaryimage","url":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/tocotronic_bye-bye-berlin.jpg","contentUrl":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/tocotronic_bye-bye-berlin.jpg","width":2000,"height":1114},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/berlin-post-cool\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Berlin Post-Cool"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/#website","url":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/","name":"Crisp Magazin","description":"Junges, kritisches Kunstmagazin \u2013 herausgegeben von ato","publisher":{"@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/#organization","name":"ato","url":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/ato_Logo_rund.png","contentUrl":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/ato_Logo_rund.png","width":862,"height":862,"caption":"ato"},"image":{"@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/#\/schema\/logo\/image\/"}},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/#\/schema\/person\/1916dabbf9b4c9d1dd677ae48ad5d321","name":"Alissa Geffert","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_7565-150x150.jpg","url":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_7565-150x150.jpg","contentUrl":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/IMG_7565-150x150.jpg","caption":"Alissa Geffert"},"url":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/author\/alissa-geffert\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-json\/wp\/v2\/users\/43"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10020"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10020\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10291,"href":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10020\/revisions\/10291"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10262"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}