{"id":6954,"date":"2023-08-30T13:38:26","date_gmt":"2023-08-30T13:38:26","guid":{"rendered":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/?p=6954"},"modified":"2024-05-07T12:18:51","modified_gmt":"2024-05-07T12:18:51","slug":"erstes-standbein-zweites-standbein-drittes-standbein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/erstes-standbein-zweites-standbein-drittes-standbein\/","title":{"rendered":"Erstes Standbein, zweites Standbein, drittes Standbein"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"6954\" class=\"elementor elementor-6954\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5cbfe98 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"5cbfe98\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-857df5c elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"857df5c\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><span style=\"font-weight: 400;\">\u201eIch bin traurig und ich habe Angst, weil ich habe kein Geld und wei\u00df nicht, wie ich jemals von meiner Kunst leben soll\u201c, schreibt <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000;\"><a style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1150234.airbnb-geld-ohne-arbeit.html\">Olga Hohmann in einem Artikel f\u00fcr das nd<\/a><\/span><\/span>. Den meisten Personen, die in meinem Umfeld k\u00fcnstlerisch arbeiten, geht es regelm\u00e4\u00dfig so. Das Kunststudium weist den konkreten Weg in eine ungewisse Karriere. Ich habe mich gefragt, wie andere K\u00fcnstler*innen sich das Leben finanzieren und wie sich ihre Jobs zu ihrer Kunst verhalten.<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Daf\u00fcr habe ich mit sieben verschiedenen K\u00fcnstler*innen aus der <span style=\"text-decoration: underline; color: #000000;\"><a style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/ato.vision\/\">Kunstagentur ato<\/a><\/span> und von au\u00dferhalb gesprochen: Paula Abalos, Olga Hohmann, Kilian Kretschmer, Luise Marchand, Jonathan McNaughton, Dennis Ulbrich und Nemanja Sarbajic.<\/span><\/p><p><span style=\"font-weight: 400;\">Alle diese K\u00fcnstler*innen sind in unterschiedlichen Stadien ihres Schaffens. Von Absolvent*innen bis zu bereits etablierten K\u00fcnstler*innen, die sich seit \u00fcber einer Dekade auf dem Kunstmarkt bewegen. Niemand von ihnen schafft es, ausschlie\u00dflich vom Verkauf der Arbeiten zu leben. Sich allein durch den Verkauf von Arbeiten zu finanzieren, ist ein schwieriges Unterfangen mit den schwankenden Bedingungen auf dem Kunstmarkt und Arbeiten, die weder marktg\u00e4ngig, noch in einem Medium geschaffen sind, das sich verkaufen l\u00e4sst. Die Werke von <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/ato.vision\/artists\/kilian-kretschmer\">Kilian Kretschmer<\/a><\/span><\/span> zum Beispiel \u201everkaufen sich nicht so einfach, weil sie immateriell sind.\u201c<\/span><\/p><p><span style=\"font-weight: 400;\">Die eigene k\u00fcnstlerische Praxis deckt in den wenigsten F\u00e4llen die Fixkosten, weswegen gerade in der Kunst viele dazu gezwungen sind, in anderen Arbeitsverh\u00e4ltnissen Geld zu verdienen. Lohnarbeit ist Arbeit, bei der die arbeitende Person nichts so wirklich vom Produkt der Arbeit hat und nur vom Lohn lebt, den sie daf\u00fcr erh\u00e4lt. F\u00fcr <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/luisemarchand.info\/#Work\">Luise Marchand<\/a><\/span><\/span> liegt der gr\u00f6\u00dfte Unterschied zwischen Lohnarbeit und k\u00fcnstlerischer Arbeit darin, \u201edass die Lohnarbeit nach Stunden und Aufwand verg\u00fctet wird.\u201c<\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">In der Kunst gibt es unkalkulierbare Einnahmequellen. Finanzierung durch F\u00f6rdergelder und Residenz-Programme schaffen tempor\u00e4re Entlohnung f\u00fcr das k\u00fcnstlerische Arbeiten und kommen dem, was man woanders als \u201eGehalt\u201c bezeichnen w\u00fcrde, dabei noch am n\u00e4chsten. <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/paulaabalos.com\/\">Paula Abalos<\/a><\/span><\/span> ist es wichtig, herauszustellen, dass es sich dabei allgemein nicht um viel Geld handelt, sondern lediglich \u201egenug, um zu \u00fcberleben. Und das geht auch nur, wenn man mit wenig auskommt und keine Kinder hat.\u201c Oft passiert es auch, dass bei gef\u00f6rderten Projekten viele der Beteiligten nicht fair bezahlt werden. Nicht selten sind die F\u00f6rderbedingungen daran gekoppelt, dass Reise- sowie Materialkosten erstattet werden k\u00f6nnen, also alles, wof\u00fcr man quasi eine Quittung hat, w\u00e4hrend die <span style=\"color: #000000;\">Eigenleistung, die L\u00f6hne und Honorare der K\u00fcnstler*innen oder der im Kunstfeld arbeitenden Personen \u00fcbersehen werden<\/span>.<\/span><\/p><p><span style=\"font-weight: 400;\">Die meisten, mit denen ich gesprochen habe, w\u00fcrden sich am liebsten voll und ganz ihrer Kunst widmen. \u201eEhrlich gesagt kenne ich das Gef\u00fchl gar nicht, den R\u00fccken komplett frei zu haben f\u00fcr die freie Arbeit, also f\u00fcr die Arbeit an den Dingen, die mich wirklich umtreiben\u201c, meint <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/www.instagram.com\/joni.mcnaughton\/\">Jonathan McNaughton<\/a><\/span><\/span>, weil Fragen zur finanziellen Grundsicherung und Existenz permanent \u00fcber einem schweben. Lohnarbeit muss in manchen F\u00e4llen auch einen Beitrag zum Familienleben leisten, wie bei Kilian Kretschmer. \u201eSie frisst Zeit. Zeit, die ich nat\u00fcrlich gerne f\u00fcr freie Arbeiten h\u00e4tte, aber ohne meine Jobs k\u00f6nnte ich gar nicht so frei arbeiten, wie ich es m\u00f6chte.\u201c Aus meiner Umfrage geht hervor, dass ein Job oft nicht genug ist. Die meisten arbeiten parallel. Die konstante Jobsuche ist bei vielen permanentes Element ihrer k\u00fcnstlerischen Arbeit.<\/span><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4508e96 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"4508e96\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-fd8f8ab e-con-full e-flex e-con e-parent\" data-id=\"fd8f8ab\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c04772d elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"c04772d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<figure class=\"wp-caption\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"536\" src=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Hotelzimmer-1024x686.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-image-6964\" alt=\"Kommode in einem puristischen Hotel, auf der eine Tischlampe, einige leere Saftflaschen und ein R\u00f6hrenfernseher stehen.\" srcset=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Hotelzimmer-1024x686.jpg 1024w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Hotelzimmer-300x201.jpg 300w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Hotelzimmer-768x514.jpg 768w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Hotelzimmer.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<figcaption class=\"widget-image-caption wp-caption-text\">Unterbringung in Unterkunft f\u00fcr Arbeiter*innen. Essensmesse Hamburg 2017, \u00a9 Helena K\u00fchnemann<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ae77042 e-con-full e-flex e-con e-parent\" data-id=\"ae77042\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4bcf5a0 elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"4bcf5a0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<figure class=\"wp-caption\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"536\" src=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Fussboden_Messe-1024x686.jpg\" class=\"attachment-large size-large wp-image-6965\" alt=\"Roter Teppichboden und eine kitschige alte Gardine\" srcset=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Fussboden_Messe-1024x686.jpg 1024w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Fussboden_Messe-300x201.jpg 300w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Fussboden_Messe-768x514.jpg 768w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Fussboden_Messe.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<figcaption class=\"widget-image-caption wp-caption-text\">Essensmesse Hamburg 2017, \u00a9 Helena K\u00fchnemann<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5282700 e-con-full e-flex e-con e-parent\" data-id=\"5282700\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-869ea45 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"869ea45\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><span style=\"font-weight: 400;\">Mit zwanzig zog unsere Autorin Helena K\u00fchnemann den Staubsauger \u201eHenry\u201c auf einer Essensmesse hinter sich her, er schaute sie mit den beiden aufgeklebten Augen traurig an, w\u00e4hrend die absch\u00e4tzigen Blicke der Business-M\u00e4nner auf ihr lagen, die Hosen zu eng im Schritt. Seither sind Arbeitsverh\u00e4ltnisse ein wichtiges Thema ihrer Auseinandersetzung in Kunst und Kultur.<\/span><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5a18c19 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"5a18c19\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-205b35a elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"205b35a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><b>Welche Kompetenzen haben Kunstschaffende auf dem Arbeitsmarkt?<\/b><\/p><p><span style=\"font-weight: 400;\">Von der Wellness-Wurst-Verkosterin, der Arbeit am K\u00e4sestand, am Flie\u00dfband im Porschewerk, als Tennislehrer, an der Zirkuskasse, einem 24\/7 Fitnessstudio oder der Enth\u00fcllung neuer Automodelle auf Messen vor Politiker*innen \u2013 die Antworten auf Fragen nach den Joberfahrungen beinhalten neben einem Moment der Skurrilit\u00e4t vor allem Fragen nach der Existenzsicherung. Nebenarbeit ist mitunter so zeitintensiv, dass sie von der k\u00fcnstlerischen Praxis abh\u00e4lt. Luise Marchand hat versucht, das umzudrehen und sich \u201eJobs gesucht, die entweder inhaltlich oder technisch [ihre] k\u00fcnstlerischen Praktiken unterst\u00fctzen.\u201c Viele der Befragten versuchen, dicht am Kunstfeld zu arbeiten. <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/antonjanizewski.com\/portfolio\/olga-hohmann\">Olga Hohmann<\/a><\/span><\/span> kann kaum noch eine Grenze zwischen ihrer eigenen k\u00fcnstlerischen Praxis und kuratorischer, vermittelnder, gastgeberischer und journalistischer Arbeit ziehen. Kilian Kretschmer macht einen klaren Unterschied zwischen dem Job als Art Director und seiner Arbeit als K\u00fcnstler: \u201eMeine k\u00fcnstlerische Arbeit ist frei und meine Lohnarbeit ist kommerziell.\u201c <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/ato.vision\/artists\/dennis-ulbrich\">Dennis Ulbrich<\/a><\/span><\/span> hat \u201eseit dem Studium bis heute immer parallel im sozialen Bereich gearbeitet.\u201c In der Schulbegleitung, in station\u00e4ren Einrichtungen oder der Behindertenhilfe. Dieser Bereich beeinflusst seine k\u00fcnstlerische Praxis. \u201eDie Zusammenarbeit mit Menschen in besonderen Lebenslagen [hat] mir immer wieder neue Perspektiven auf das Leben gegeben. Diese f\u00fchren immer wieder dazu, dass f\u00fcr mich Selbstverst\u00e4ndliches und Normales auch ganz anders wahrgenommen werden kann.\u201c<\/span><\/p><p><b>Und sie begannen, k\u00fcnstlerische Arbeiten \u00fcber Lohnarbeit zu machen<\/b><\/p><p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Begegnungen, die in Lohnarbeitsverh\u00e4ltnissen gemacht werden, sind f\u00fcr viele der K\u00fcnstler*innen pr\u00e4gend. Damit beeinflussen sie wiederum die eigene Haltung und ein St\u00fcck weit die eigene k\u00fcnstlerische Praxis. Die Erfahrungen werden in k\u00fcnstlerischen Arbeiten umformuliert und reflektiert. Jonathan McNaughton erz\u00e4hlt von seinen Erfahrungen mit Menschen, die in Zeitarbeitsfirmen schlecht bezahlt werden und in permanenter Unsicherheit \u00fcber den n\u00e4chsten Job leben. Oder mit Personen, die auf Gewerbeschein arbeiten und scheinbar gut verdienen, aber hinter deren scheinbarer Freiheit auch gro\u00dfe Abgaben und Jobunsicherheiten stecken. \u201eIch hatte bei all diesen Jobs Begegnungen mit Menschen, die hochgradig prek\u00e4r leben.\u201c \u00dcber den Werkkomplex, der nach der Arbeit in einer Porschefabrik entstanden ist, meint er, es handle sich dabei um den \u201eVersuch einer gewissen Subversion dessen, was einem da widerf\u00e4hrt \u2013 also eigentlich so wie ich es immer versuche: einen Umgang mit Erfahrungen, eine \u00dcbersetzung f\u00fcr das zu finden, was uns tagt\u00e4glich entgegenschl\u00e4gt.\u201c Es ist ihm wichtig, sich von dem Gedanken einer Feldstudie als k\u00fcnstlerischer Praxis abzugrenzen. Sprich: Lohnarbeit auszu\u00fcben, daraus k\u00fcnstlerische Arbeiten zu machen und damit in einem elit\u00e4ren Blick von oben herab auf Menschen zu schauen, die tagt\u00e4glich in den Verh\u00e4ltnissen arbeiten m\u00fcssen.<\/span><\/p><p><b>Weder Arbeitstourismus noch Feldstudie<\/b><\/p><p><span style=\"font-weight: 400;\">Pr\u00e4gende Begegnungen fanden f\u00fcr Luise Marchand bei den Jobs in verschiedenen Kaufh\u00e4usern statt. \u201e[Sie] ersetzen fehlende Orte der Begegnung und ich w\u00fcrde sogar sagen, der F\u00fcrsorge. Denke, das w\u00fcrden viele Verk\u00e4ufer und Verk\u00e4uferinnen best\u00e4tigen. Viele Menschen kommen, um einfach mal zu reden, Aufmerksamkeit zu bekommen oder ihren Emotionen freien Lauf zu lassen.\u201c Man hat alles mitbekommen, von Wutausbr\u00fcchen mit Festnahmen, \u00fcber F\u00e4kalien in der Umkleide, bis zu Heiratsantr\u00e4gen. Arbeitsorte werden damit nat\u00fcrlich auch zu Orten, an denen man soziale Ph\u00e4nomene beobachten kann. Luise Marchand hat in ihrer Diplomarbeit \u201aDie Zeichen stehen gut\u2019 die Erfahrungen aus der Arbeit im Kaufhaus transformiert. Paula Abalos hat lange Zeit in einem Fitness-Center und Airbnb\u2019s geputzt. In drei ihrer Werkgruppen thematisiert sie die Arbeitsorte und formt sie dabei zu einer Art Atelier. Der Moment der Aneignung von Arbeitsorten wird wie ein kleiner subversiver Akt der Rebellion und eine Form der Selbsterm\u00e4chtigung \u00fcber die Lohnarbeit. Sie betont, dass sie keine \u201eArbeitstouristin\u201c ist, also niemand, die sich Lohnarbeit gezielt sucht, um sie zu dokumentieren. Sie stellt heraus, dass sie alle Jobs aus einer finanziellen Notwendigkeit heraus macht und hofft, dass es keine weiteren Serien zu diesem Thema mehr geben muss. \u201eI hope they will be not be more. I saw them as a form of salvation.\u201c<\/span><\/p><p><span style=\"font-weight: 400;\">Paula hat besonders auf Probleme von Kunstschaffenden mit einem nicht-europ\u00e4ischen Pass aufmerksam gemacht. Visa und Aufenthaltserlaubnisse sind h\u00e4ufig an die Erwerbst\u00e4tigkeit gekn\u00fcpft, sprich: Man kann nicht \u2019einfach\u2019 einen Nebenjob annehmen, sondern der Job und Geldverdienst m\u00fcssen an die k\u00fcnstlerische Praxis gekoppelt sein und sich dementsprechend auch im kreativen Bereich abspielen. Am Ende des Jahres muss der*die Kunstschaffende in einigen Bundesl\u00e4ndern nachweisen, dass sie*er genug verdient hat, was den Druck erh\u00f6ht. Die Aufenthaltsgenehmigungen sind demnach an den Verdienst \u2013 und vor allem an die Bezahlung \u2013 gekoppelt.\u00a0<\/span><\/p><p><span style=\"font-weight: 400;\">An dieser Stelle m\u00f6chte ich mich bei allen Personen bedanken, die sich die Zeit genommen haben, meine Fragen zu beantworten und meine Perspektive zu erweitern. Auch wenn viele der Arbeiten \u00fcber Lohnarbeit mit einem gewissen Grad an Humor spielen, verstecken sich dahinter gro\u00dfe \u00c4ngste. Von der Vereinbarkeit zwischen Lohnarbeit und k\u00fcnstlerischer Arbeit, zwischen Kreativit\u00e4t und Existenzsicherung. Das Thema scheint wie ein Damoklesschwert \u00fcber allen K\u00fcnstler*innen zu schweben. <span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\"><a style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/ausstellungsvergutung-lisa-bergmann\/\">Dabei werden neue Regeln und Formen gefordert, wie man durch Honorare oder bessere Entlohnungsm\u00f6glichkeiten die Arbeit in der Kunst angemessen wertsch\u00e4tzen k\u00f6nnte.<\/a><\/span><\/span> Kilian Kretschmer fasst dies gut zusammen: \u201eSinnkrisen sind da vorprogrammiert, aber meine Jobs helfen mir auch dabei, sie zu \u00fcberwinden. [\u2026] Ich kann einfach sinnlos weiter machen :)\u201c<\/span><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die meisten K\u00fcnstler*innen k\u00f6nnen nicht von ihrer Kunst leben. Unsere Autorin Helena K\u00fchnemann hat sich bei Kunstschaffenden umgeh\u00f6rt, welche Arbeiten sie verrichten, um ihre k\u00fcnstlerische Arbeit zu finanzieren.<br \/>\nLesedauer: 7 min<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":6957,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"elementor_theme","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[56],"tags":[206,126,202,135,204,165,40,63,38,193,205,203,198,201,199,200],"class_list":["post-6954","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allebeitraege","tag-arbeitsmarkt","tag-ato","tag-dennis-ulbrich","tag-helena-kuehnemann","tag-jonathan-mcnaughten","tag-kilian-kretschmer","tag-kunst","tag-kuenstler","tag-kuenstlerin","tag-kunstmarkt","tag-lohnarbeit","tag-luise-marchand","tag-nebenjob","tag-nemanja-sarbajic","tag-olga-hohmann","tag-paula-abalos"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Erstes Standbein, zweites Standbein, drittes Standbein - Crisp Magazin<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Die meisten K\u00fcnstler*innen k\u00f6nnen nicht von ihrer Kunst leben. 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