{"id":9373,"date":"2024-10-25T10:18:54","date_gmt":"2024-10-25T10:18:54","guid":{"rendered":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/?p=9373"},"modified":"2024-10-25T10:31:39","modified_gmt":"2024-10-25T10:31:39","slug":"crisp-kontrovers-eine-ausstellung-zwei-ansichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ato.vision\/magazine\/crisp-kontrovers-eine-ausstellung-zwei-ansichten\/","title":{"rendered":"Crisp kontrovers \u2013 eine Ausstellung, zwei Ansichten"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"9373\" class=\"elementor elementor-9373\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2b38a35 e-con-full e-flex e-con e-parent\" data-id=\"2b38a35\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b806bb2 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"b806bb2\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Greta Kluge<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a5b507b elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"a5b507b\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-large\">Friedrich Kunaths Malerei ist vergleichbar mit dem Gef\u00fchl nach einer Sitzung beim Psychologen\n<br><\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a6a3c27 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"a6a3c27\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-939ccbc elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"939ccbc\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Ich habe verlernt, meine Augen zu \u00f6ffnen. Das f\u00e4llt mir immer auf, wenn ich mich der Kunst aussetze. <br \/>Ich verschlie\u00dfe sie, wenn ich den Irrungen und Wirrungen des Alltags verfalle. Ich ertrinke in den aufgemotzten Wahrheiten unserer Zeiten, den Wellen von Input, die mich unkontrolliert \u00fcbermannen. Gelogene Wahrheiten, wahre L\u00fcgen, Antworten auf nicht gestellte Fragen. Zu viele Fragen, die niemand jemals in der Lage sein wird, zu beantworten. Einzig integer erscheint dann die Kunst, die wahrhaftig vor mir steht oder h\u00e4ngt.\u00a0<\/p><p>Man muss dem Werk vorsichtig gegen\u00fcbertreten. Nicht einfach daran vorbeigehen und mit den Schultern zucken, vor allem, wenn man es erst nicht versteht, man ihm eigentlich keine Aufmerksamkeit schenken will. Meist entpuppt sich das schlie\u00dflich als die Art Kunst, die mir einen ungefilterten Blick auf die Welt erm\u00f6glicht, die mich auf einen Weg f\u00fchrt, von dessen Existenz ich vorher nicht wusste. Man muss Kunst respektvoll begegnen. Schl\u00e4gt man den falschen Ton an, bleibt die Mitteilung verborgen und die Chance, dass einem die Augen ge\u00f6ffnet werden, bleibt vertan. Vor kurzem h\u00e4tte ich fast genau diesen Fehler gemacht.<\/p><p>Berlin, Goethestra\u00dfe, Galerie Max Hetzler. On view: Friedrich Kunath \u2013 <i>One Day I\u2019ll Follow The Byrds (Tutto Pasta)<\/i>. Anfangs haben mich die Gem\u00e4lde abgesto\u00dfen. Direkt beim Betreten des Raums wurde ich mit einer riesigen, vierteiligen Arbeit konfrontiert: <i>When Was The First Time You Realized The Next Time Would Be The Last Time<\/i>. Zugv\u00f6gel, Seerobben, der kleine Maulwurf aus der gleichnamigen Kinderserie, Snoopy, ein heulender Wolf, Papageien, dazu ein Sonnenuntergang, ein Mond, Palmen\u2026 um es kurz zu fassen: alles, was man sich vorstellen kann. Oder auch: zu viel. Zu ambitioniert. Ich dachte, dass das meine Aufmerksamkeit nicht wert ist, dass der Maler versucht, so etwas wie der n\u00e4chste Pieter Bruegel zu sein. Kunaths Werke \u00e4hneln denen des fl\u00e4mischen Malers insofern, als beide den Blick der Betrachter*innen mit kleinen, oft \u00fcbertriebenen Darstellungen und abstrusen Details fordern, ihn auf ganz spezielle Art verspotten.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e1c7f83 elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"e1c7f83\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"512\" src=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_7_sRGB_2-768x512.jpg\" class=\"attachment-medium_large size-medium_large wp-image-9397\" alt=\"Ausstellungsansicht von Friedrich Kunath &quot;One Day I\u2019ll Follow The Byrds (Tutto Pasta)&quot; in der Galerie Max Hetzler Berlin.\" srcset=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_7_sRGB_2-768x512.jpg 768w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_7_sRGB_2-300x200.jpg 300w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_7_sRGB_2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_7_sRGB_2-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_7_sRGB_2-2048x1366.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-03225ef elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"03225ef\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><em><i>When Was The First Time, You Realized The Next Time, Would Be The Last Time<\/i> <\/em> von Friedrich Kunath (2023-24) Foto: Galerie Max Hetzler<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-1ab00f4 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"1ab00f4\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Irgendwann \u00fcberschritt ich, durch die Ausstellung wandernd, eine Grenze. Ich realisierte, dass es darum geht, offen zu sein. Offen und durchl\u00e4ssig f\u00fcr die Bilder und das, was sie mir vermitteln wollen. Zuerst war es einfach zu viel. Zu viel Farbe, zu viele Texturen, zu viel Kontextlosigkeit. Dachte ich. Als ich aufh\u00f6rte zu denken: schwer beeindruckt. Kunaths Kunst greift von hinten an. Sie ist hinterlistig, sie zeigt mir ihre wahre Stimme nur, wenn ich mich tiefer mit ihr befasse. Sie erz\u00e4hlt mir Geschichten. Sie erobert mich.<\/p><p>Ist Kunath polemisch oder mitf\u00fchlend mit mir? Will er provozieren, dass ich mich naiv f\u00fchle? Seine Kunst kokettiert mit mir, ich bin unsicher, was sie im Sinn hat. Es kommt darauf an, was ich daraus mache. Denn: Es liegt ein immenser Wert in Kunst, mit der man auf den ersten Blick \u00fcberhaupt nichts anfangen kann. Genau diese Kunst stellt Fragen. An <i>At My Age I Need Serenity<\/i> vorbeilaufend \u2013 das Bild zeigt ein Pony vor einer K\u00fcste, irgendwie involviert sind auch ein Eisberg und ein Regenbogen \u2013 frage ich mich, was \u201eSerenity\u201c f\u00fcr mich bedeutet. Was ist die allgemeine Definition, was ist meine? Ist es ein Pony, K\u00fcste und Regenbogen-Romantik? Oder ist es Techno um drei Uhr morgens? Und macht Alter da wirklich einen Unterschied?<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2ec4575 elementor-widget elementor-widget-gallery\" data-id=\"2ec4575\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;gallery_layout&quot;:&quot;masonry&quot;,&quot;columns&quot;:2,&quot;lazyload&quot;:&quot;yes&quot;,&quot;columns_tablet&quot;:2,&quot;columns_mobile&quot;:1,&quot;gap&quot;:{&quot;unit&quot;:&quot;px&quot;,&quot;size&quot;:10,&quot;sizes&quot;:[]},&quot;gap_tablet&quot;:{&quot;unit&quot;:&quot;px&quot;,&quot;size&quot;:10,&quot;sizes&quot;:[]},&quot;gap_mobile&quot;:{&quot;unit&quot;:&quot;px&quot;,&quot;size&quot;:10,&quot;sizes&quot;:[]},&quot;link_to&quot;:&quot;file&quot;,&quot;overlay_background&quot;:&quot;yes&quot;,&quot;content_hover_animation&quot;:&quot;fade-in&quot;}\" data-widget_type=\"gallery.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-gallery__container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<a class=\"e-gallery-item elementor-gallery-item elementor-animated-content\" href=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_8_sRGB_1-scaled.jpg\" data-elementor-open-lightbox=\"yes\" data-elementor-lightbox-slideshow=\"2ec4575\" data-elementor-lightbox-title=\"Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_8_sRGB_1\" data-e-action-hash=\"#elementor-action%3Aaction%3Dlightbox%26settings%3DeyJpZCI6OTM5MywidXJsIjoiaHR0cHM6XC9cL2F0by52aXNpb25cL21hZ2F6aW5lXC93cC1jb250ZW50XC91cGxvYWRzXC8yMDI0XC8xMFwvSW5zdGFsbGF0aW9uLXZpZXdfRnJpZWRyaWNoLUt1bmF0aF9HTUgtQmVybGluXzIwMjRfcGhvdG9fX2RlZl9pbWFnZV84X3NSR0JfMS1zY2FsZWQuanBnIiwic2xpZGVzaG93IjoiMmVjNDU3NSJ9\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-gallery-image elementor-gallery-item__image\" data-thumbnail=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_8_sRGB_1-300x200.jpg\" data-width=\"300\" data-height=\"200\" aria-label=\"Ausstellungsansicht von Friedrich Kunath &quot;One Day I\u2019ll Follow The Byrds (Tutto Pasta)&quot; in der Galerie Max Hetzler Berlin.\" role=\"img\" ><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-gallery-item__overlay\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a class=\"e-gallery-item elementor-gallery-item elementor-animated-content\" href=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_10_sRGB_1-scaled.jpg\" data-elementor-open-lightbox=\"yes\" data-elementor-lightbox-slideshow=\"2ec4575\" data-elementor-lightbox-title=\"Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_10_sRGB_1\" data-e-action-hash=\"#elementor-action%3Aaction%3Dlightbox%26settings%3DeyJpZCI6OTM5NCwidXJsIjoiaHR0cHM6XC9cL2F0by52aXNpb25cL21hZ2F6aW5lXC93cC1jb250ZW50XC91cGxvYWRzXC8yMDI0XC8xMFwvSW5zdGFsbGF0aW9uLXZpZXdfRnJpZWRyaWNoLUt1bmF0aF9HTUgtQmVybGluXzIwMjRfcGhvdG9fX2RlZl9pbWFnZV8xMF9zUkdCXzEtc2NhbGVkLmpwZyIsInNsaWRlc2hvdyI6IjJlYzQ1NzUifQ%3D%3D\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-gallery-image elementor-gallery-item__image\" data-thumbnail=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_10_sRGB_1-300x200.jpg\" data-width=\"300\" data-height=\"200\" aria-label=\"Ausstellungsansicht von Friedrich Kunath &quot;One Day I\u2019ll Follow The Byrds (Tutto Pasta)&quot; in der Galerie Max Hetzler Berlin.\" role=\"img\" ><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-gallery-item__overlay\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-95193e9 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"95193e9\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><em><i>One Day I\u2019ll Follow The Byrds (Tutto Pasta) <\/i><\/em>von Friedrich Kunath<em><i>, <\/i><\/em>Ausstellungsansicht (2024) Foto: Galerie Max Hetzler<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-33e0ac1 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"33e0ac1\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Die Bilder stellen Fragen und provozieren eine Auseinandersetzung mit mir selbst. Eines der f\u00fcr mich emotionalsten Bilder ist <i>It\u2019s An Inside Job<\/i>. Es visualisiert alles, was in meinem Inneren los sein k\u00f6nnte. Es ist dunkel, es ist abscheulich und es ist sch\u00f6n. Es irritiert, es l\u00e4sst mich schaudern in all seiner Kraft. Eine Figur, die eine Kopie ihrer selbst b\u00fcgelt. Gruselig. Ein Mond, der Sonnenbrille und Hawaiihemd tr\u00e4gt, in einem Sessel sitzend, rauchend. Verwirrend. Und dann ist da noch ein Fenster, durch das man in die romantisch anmutende Au\u00dfenwelt schauen kann. Aber was ist jetzt eigentlich innen, was ist au\u00dfen? Muss ich meine Innenwelt kennen, um zu verstehen, wie ich funktioniere und wie andere funktionieren? Ist es das, was Friedrich Kunath mir sagen will? Und gibt es einen ironischen Unterton, weil gerade alles psychologisiert wird?<\/p><p>Als ich wieder in den sonnigen, warmen Septembertag heraustrete, sehe ich ein Schild am Ausgang des Innenhofes der Galerie. \u201eSchritt fahren\u201c steht darauf. Ehrlicherweise ist es genau das, was noch machbar ist, nachdem ich Friedrich Kunaths Kunst begegnet bin. Innehalten. Der Effekt seiner Kunst ist vergleichbar mit dem Gef\u00fchl nach einer Sitzung beim Psychologen. Ich bin verbunden. Mit seinen Werken und dadurch irgendwie auch mit mir. Meine Augen sind weit ge\u00f6ffnet.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-023219b elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"023219b\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"513\" src=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_3_sRGB_2-768x513.jpg\" class=\"attachment-medium_large size-medium_large wp-image-9391\" alt=\"Ausstellungsansicht von Friedrich Kunath &quot;One Day I\u2019ll Follow The Byrds (Tutto Pasta)&quot; in der Galerie Max Hetzler Berlin.\" srcset=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_3_sRGB_2-768x513.jpg 768w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_3_sRGB_2-300x200.jpg 300w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_3_sRGB_2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_3_sRGB_2-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_3_sRGB_2-2048x1367.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-9dada7a elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"9dada7a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><em><i>One Day I\u2019ll Follow The Byrds (Tutto Pasta) <\/i><\/em>von Friedrich Kunath<em><i>, <\/i><\/em>Ausstellungsansicht (2024) Foto: Galerie Max Hetzler<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-9edc131 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"9edc131\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e6d8e91 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"e6d8e91\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Hilka Dirks<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d0fb6cc elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"d0fb6cc\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-large\">Seine gemalten Biester leiden unter Liebe und Schmerz \u2013 und Scham, weil sie all diese Dinge f\u00fchlen\n<br><\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-1ff8c1c e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"1ff8c1c\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-1ffd547 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"1ffd547\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Ein alter Fabrikhinterhof, Treppen, Rampen, schwere Glasdoppelt\u00fcren. Die R\u00e4ume von Max Hetzler in der Goethestra\u00dfe sind <i>serious business<\/i>. Nicht nur ein Empfangstresen, sondern gleich mehrere, an ihnen schnell tippende Menschen, schale, knappe Blicke. Hier wird Kunst verkauft, das ist klar, aber nicht an dich, das ist auch klar. Angesichts der riesigen Formate, die der Maler Friedrich Kunath f\u00fcr die aktuelle Ausstellung <i>One Day I&#8217;ll Follow The Byrds (Tutto Pasta)<\/i> produziert hat, w\u00fcssten die meisten ohnehin nicht, wohin mit ihnen.<\/p><p>Betritt man den riesigen wei\u00dfen Ausstellungsraum, er\u00f6ffnet die Schau mit dem ach so poetisch betitelten Knaller <i>When Was The First Time You Realized The Next Time Would Be The Last Time<\/i>, einem sogenannten \u201eQuadriptychon\u201c, da das riesige Werk aus vier verschiedenen Leinw\u00e4nden zusammengesetzt ist. Ob das in der Pressemitteilung erfundene Wort beabsichtigt oder ein blo\u00dfes Versehen war, bleibt ebenso unklar wie Teile der endlosen gemalten Referenzen, die von \u00fcberdimensionierter europ\u00e4ischer Historienmalerei, deutscher Romantik \u00fcber die Neue Leipziger Schule bis hin zu den Kritzeleien von Highschool-Toilettenw\u00e4nden der 90er Jahre reichen. UdSSR-Zeichentrickfiguren und Millets \u00c4hrenleserinnen tummeln sich um eine magische Lagune, entsprungen aus dem lauwarmen Traum eines Zeugen Jehovas. Worte sind in die nasse Farbe gekratzt oder kriechen spinnenartig \u00fcber die Bilder, geschrieben in schmalen schwarzen Pinselstrichen. \u201eYOUR PROBLEMS\u201c fallen aus einem Airbus in den hyperbolischen Sonnenuntergang. Kunaths witziges Cut-up-Schlachtfeld wird in allen m\u00f6glichen Techniken auf die Leinwand gebracht, von der Bleistiftzeichnung bis zur pastosen \u00d6lwurst, so dick, dass sie fast auf den Boden zu rutschen droht. Friedrich Kunath kennt keine Regeln, keine Grenzen, keinen Respekt \u2013 oder er tut zumindest so, als ob.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a97c431 elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"a97c431\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"512\" src=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_2_sRGB_2-768x512.jpg\" class=\"attachment-medium_large size-medium_large wp-image-9398\" alt=\"Ausstellungsansicht von Friedrich Kunath &quot;One Day I\u2019ll Follow The Byrds (Tutto Pasta)&quot; in der Galerie Max Hetzler Berlin.\" srcset=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_2_sRGB_2-768x512.jpg 768w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_2_sRGB_2-300x200.jpg 300w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_2_sRGB_2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_2_sRGB_2-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_2_sRGB_2.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-0eb02bf elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"0eb02bf\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><em><i>One Day I\u2019ll Follow The Byrds (Tutto Pasta) <\/i><\/em>von Friedrich Kunath<em><i>, <\/i><\/em>Ausstellungsansicht (2024) Foto: Galerie Max Hetzler<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-cff111d elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"cff111d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>\u201eTHIS IS MY SONG\u201c prangt versteckt, aber gro\u00df in den texturierten Wolken und ein heulender Wolf schreit Carl Spitzwegs Lieblingsfigur \u201cPOOR POETRY\u201d entgegen. Der s\u00e4kulare Nationalheilige des Landes der Dichter und Denker streckt seinen zornigen Mittelfinger voller Selbstmitleid irgendwem entgegen. Eine Herm\u00e8s-Decke \u00fcber den Knien, Porsche-Schl\u00fcssel, Chanel-Parf\u00fcm und andere Signifikanten des opulenten Luxus liegen griffbereit. <br \/>\u201eAT MY AGE I NEED SERENITY.\u201c Eine schmutzige Wolke, so braun wie die rechte obere Ecke der vergangenen und aktuellen deutschen Politik, schwebt gro\u00df \u00fcber seinem Regenschirm. Es gibt viele M\u00f6glichkeiten, die Arbeit zu lesen, eine von ihnen ist der Abgesang auf Deutschland. \u201eIch bin nach Amerika gezogen, weil ich das Gef\u00fchl hatte, dass es nichts mit dem zu tun hat, was man mir in Deutschland erz\u00e4hlt. Aber dann bin ich hierher gezogen und habe durch die Distanz meine eigene Kultur verstanden. Indem ich diese Welt mit dieser sehr deutschen existenziellen Vision konfrontierte, begann ich mich zu Hause zu f\u00fchlen\u201c, sagte Kunath einmal in einem Interview mit GQ Spanien. Was also hat Deutschland mit dem zu tun, was der Maler ihm jetzt erz\u00e4hlt?<\/p><p>Kunath wurde 1974 als Kind progressiv gesinnter Eltern in der DDR geboren. In den 1980er Jahren musste die gesamte Familie nach West-Berlin ausreisen. Sp\u00e4ter studierte Kunath Malerei in Braunschweig bei dem Jungen Wilden Walter Dahn, bevor es ihn noch weiter westlich, bis ganz nach Pasadena, zog, wo er bis heute lebt und arbeitet. \u201eES SIEHT SO AUS, ALS H\u00c4TTEN WIR ES GESCHAFFT.\u201c Ein deutscher Malerf\u00fcrst ist Friedrich Kunath nicht geworden, schlie\u00dflich gibt es in L.A. keinen Adel. Stattdessen wurde er geradewegs so etwas wie ein K\u00fcnstlergott, der seine eigenen Entit\u00e4ten erschafft. So macht man das in Hollywood.\u00a0<\/p><p>Seine gemalten Biester leiden unter Liebe und Schmerz \u2013 und Scham, weil sie all diese Dinge f\u00fchlen. <br \/>\u201eI COULDN&#8217;T HELP BUT FEEL SOMETHING.\u201c Entweder hat Kunath noch nie geliebt, oder er tut es mit einer Intensit\u00e4t, wie sie nur G\u00f6tter aufbringen k\u00f6nnen. Es ist da, und es schmerzt: \u201eYOU OWE ME A FEELING.\u201c Oder ist es alles Ironie? Auf seine \u00fcberbordenden Kompositionen angesprochen, sagte der K\u00fcnstler einmal: \u201eDas Werk ist viel intelligenter als ich und wei\u00df besser als ich, was es zu tun hat.\u201c Das mal augenzwinkernde, mal entbl\u00f6\u00dfende Vorf\u00fchren von Gesellschaft, Kultur, Pop, es ist tief verwurzelt in Kunaths Werk: \u201eI CAN&#8217;T HELP IT HONEY.\u201c<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b81c4cd elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"b81c4cd\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"512\" src=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_11_sRGB_2-768x512.jpg\" class=\"attachment-medium_large size-medium_large wp-image-9404\" alt=\"Ausstellungsansicht von Friedrich Kunath &quot;One Day I\u2019ll Follow The Byrds (Tutto Pasta)&quot; in der Galerie Max Hetzler Berlin.\" srcset=\"https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_11_sRGB_2-768x512.jpg 768w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_11_sRGB_2-300x200.jpg 300w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_11_sRGB_2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_11_sRGB_2-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/ato.vision\/magazine\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Installation-view_Friedrich-Kunath_GMH-Berlin_2024_photo__def_image_11_sRGB_2.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-7169e88 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"7169e88\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><em><i>One Day I\u2019ll Follow The Byrds (Tutto Pasta) <\/i><\/em>von Friedrich Kunath<em><i>, <\/i><\/em>Ausstellungsansicht (2024) Foto: Galerie Max Hetzler<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-89e37ec elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"89e37ec\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Kunaths zynisches Spiel auf der Partitur trashiger Mainstream \u00c4sthetik ist irritierend, schl\u00e4gt es doch zu sehr in die Kerbe der vielzitierten Frage: What&#8217;s classy if you&#8217;re rich but trashy if you&#8217;re poor? Die Verwendung der vermeintlich luxuri\u00f6ser Symbole unterstreicht dies noch, sind sie doch zu \u201cneureich\u201d, zu offensichtlich f\u00fcr das Begehren der Upper Class, die sich doch l\u00e4ngst der <i>quiet luxury<\/i> verschrieben hat: Es nicht nur l\u00e4cherlich, was du (nicht) hast, sondern auch, was du willst. &#8222;WE SEE THE THINGS THEY CAN NOT SEE.&#8220; In der Tat, eine sehr deutsche \u201eexistenzielle Vision\u201c und eine Pose, die direkt in die br\u00e4unlichen Ecken der Gesellschaft f\u00fchrt.<\/p><p>Viel wird \u00fcber die s\u00fc\u00dfe, s\u00fc\u00dfe Nostalgie in Kunaths Werk geschrieben, und in der Tat, da ist sie, so dickfl\u00fcssig, man kann sie kaum schlucken. Die Sehnsucht nach der einfachen Vergangenheit. Nach einer Zeit, in der man Morrissey noch zuh\u00f6ren konnte, ohne \u00fcber seine fragw\u00fcrdigen Ansichten nachzudenken. Eine Zeit, in der Provokation einfach eine coole Pose war und \u201eWar nur ein Scherz\u201c eine g\u00fcltige Ausrede. Eine Zeit, in der Ye noch Kanye war. Die Gegenwart ist ein verletzlicher Moment, und es ist leicht, sich auf der Suche nach dem verlorenen Trost zur\u00fcck zur einfachen Welt von gestern zu sehnen. Kunaths postmodernes Pr\u00e4-Internet-Post-Ironie-Werk schl\u00e4gt dem Zeitgeist ins Gesicht. \u201eWE&#8217;LL GET THERE SOON.\u201c Seine Bilder m\u00f6gen komplex erscheinen, voller Schichten, Techniken, Referenzen, usw. doch zu h\u00e4ufig entlarven sie sich als ein einziger gro\u00dfer Witz. Wie die meisten Witze (wenn sie nicht gerade von Richard Prince gemacht wurden) f\u00fchlen sie sich nach 5 Minuten so alt an, wie das \u201eLIVE FOREVER\u201c-Stick- and Poke-Tattoo, das dir dein bester Freund auf der Party im Studentenwohnheim auf den Oberschenkel gehackt hat. Es ist leicht, sich \u00fcber andere lustig zu machen, und es ist leicht, sich von dem s\u00fcffisanten Witz und dem unglaublichen Aufwand blenden zu lassen. Und wenn es das ist, was du willst, was du wirklich, wirklich willst, gibt es im online Shop der K\u00f6nig Galerie, die Kunath bis 2022 vertrat, noch immer eines seiner besten Werke: F\u00fcr erschwingliche 25 Euro bekommt man eine Strandtuch-Edition: Zwischen Sonnenuntergang, Palmen, Kabeltelefon und dem unverzichtbaren Oasis-Logo formen darauf Kunaths kleine, zitternde Buchstaben die Worte \u201eNEVER LIKED YOU, BUT STILL NOSTALGIC\u201c.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ea6b2bd elementor-widget elementor-widget-gallery\" data-id=\"ea6b2bd\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" 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Hetzler<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Autorinnen Greta Kluge und Hilka Dirks haben sich die Ausstellung &#8222;One Day I\u2019ll Follow The Byrds (Tutto Pasta)&#8220; von Friedrich Kunath in der Berliner Dependance der Galerie Max Hetzler genauer angesehen \u2013 und kamen zu ganz unterschiedlichen Schl\u00fcssen.<br \/>\nLesezeit: 4 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