
VOLNA
VOLNA ist ein 2016 von Nikita Golyshev und Snezhana Vinogradova gegründetes kollaboratives Kunststudio mit Sitz in Karlsruhe seit 2022. An der Schnittstelle von Lichtkunst, Architektur und zeitbasierten Medien entwickelt VOLNA ortsspezifische Interventionen, Szenografien, immersive Lichtumgebungen und kinetische Arbeiten. Im Zentrum der künstlerischen Praxis steht die Frage, wie Technologien räumliche Wahrnehmung und kollektive Erfahrung verändern und neu gestalten können.
Kunstwerke
Essay
Mit Licht, Bewegung, Klang, Animation und digitalen Medien begreift VOLNA Raum nicht als statischen architektonischen Rahmen, sondern als dynamisches und wandelbares Medium. Das Studio entwickelt räumliche Umgebungen, die sich mit den sich verändernden Beziehungen zwischen Körper, Technologie und öffentlichem Raum auseinandersetzen und neue Formen künstlerischer Interaktion und gemeinschaftlicher Erfahrung erproben. Über die installative Praxis hinaus umfasst die Arbeit von VOLNA Bildungsinitiativen, kollaborative Laborstrukturen, Festivalkontexte sowie ein aktives Engagement in horizontal organisierten Kunst- und Kulturszenen.
In den vergangenen Jahren realisierte VOLNA eine Reihe von Medienkunstprojekten im urbanen und kulturellen Raum Karlsruhes. Im Anschluss an eine Künstler:innenresidenz am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe entwickelte das Studio Fluchtpunkte, eine großformatige Lichtinstallation, die im Rahmen von Medienkunst ist hier, einem Ausstellungsprogramm der UNESCO City of Media Arts Karlsruhe, präsentiert wurde. Es folgte eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Sparte Digitales Theater des Badischen Staatstheaters Karlsruhe – zunächst mit dem Kunst-Videospiel Third Call und später mit der Entwicklung von 3D-Animationswelten für die Stadtoper Paradise Found, die 2025 für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert wurde. Zu den aktuellen Projekten gehören die Entwicklung einer Lichtdramaturgie für die neu eröffnete Stadthalle Karlsruhe, weitere Produktionen mit dem Digitalen Theater sowie Beiträge zum Nordbeckenfestival 2026, das der unabhängigen Kunstszene der Stadt gewidmet ist.
Im Zentrum der Praxis von VOLNA steht die kontinuierliche Erforschung von Licht als künstlerischem Material und digitaler Technologien als Werkzeuge zur Konstruktion neuer räumlicher Realitäten. Das Studio entwickelt ästhetische und sinnliche Ausdrucksformen, die sich zwischen physischen und virtuellen Umgebungen bewegen und Räume schaffen, in denen Wahrnehmung, Begegnung und kollektive Erfahrung neu gedacht werden können. Technologie wird dabei nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Mittel, Raum zu transformieren und neue Formen der Beziehung zwischen Individuen, ihrer Umgebung und miteinander zu eröffnen.

