Fluchtpunkte

vonVOLNA
„Fluchtpunkte“ ist eine Lichtinstallation, die sich auf symbolische Weise mit der Veränderlichkeit unserer Existenz auseinandersetzt. Während Menschen sich durch Raum und Zeit bewegen, verändern sich ihre Perspektiven kontinuierlich und eröffnen neue Einblicke in die von ihnen wahrgenommene Realität. Gleichzeitig werden sie durch die sich ständig wandelnde Welt immer wieder in neue Zusammenhänge und Kontexte gesetzt. Die Idee für die Installation entstand aus der barocken Stadtanlage Karlsruhes, die auf einer perspektivischen Konstruktion basiert: Straßenachsen verlaufen strahlenförmig vom Schloss beziehungsweise von der Sonne ausgehend in die Stadt. Diese Form der Stadtplanung gehörte zu den bedeutendsten städtebaulichen Konzepten des 18. Jahrhunderts. Auch die Kunst dieser Epoche suchte intensiv nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Eine der wichtigsten Entdeckungen des Barock war die Verwendung perspektivischer Konstruktionen mit zwei Fluchtpunkten. Dadurch wurde es möglich, dem zweidimensionalen Bildraum eine neue Dynamik und räumliche Tiefe zu verleihen. Im Gegensatz zur aus der Renaissance bekannten Ein-Punkt-Perspektive eröffneten zwei Fluchtpunkte neue Möglichkeiten, Stadträume mit stärkerer räumlicher Wirkung und dramatischer Komposition darzustellen. Mit zwei einander gegenüberliegenden Laserprojektoren und einer Reihe schmaler schwarzer Trennelemente entfaltet die Installation **„Fluchtpunkte“** eine abstrakte Darstellung dieser kontinuierlichen Transformation. Das Zusammenspiel aus flüchtigen farbigen Lichtflächen und präzisen Linien erzeugt eine visuelle Erzählung, die von barocken Studien der Zwei-Punkt-Perspektive inspiriert ist. Die Arbeit lädt dazu ein, Veränderung als grundlegenden Zustand zu begreifen und die vermeintliche Zeitlosigkeit der eigenen Wahrnehmung zu hinterfragen. Das Lichtszenario der Installation basiert auf zwei Fluchtpunkten, die durch zwei Laserprojektoren und aufeinander gerichtete perspektivische Lichtstrahlen erzeugt werden. An ihrem Schnittpunkt entsteht die Illusion eines dreidimensionalen Objekts – eine Wahrnehmung, die erst durch unsere eigene Interpretation von Perspektive möglich wird.

Auflage
Unikat
Jahr
2023
Material
Laserprojektoren, Haze-Maschine, Aluminiumprofile
Technik
Zwei gegenüberliegende Laserprojektoren, perspektivische Lichtprojektion, räumliche Inszenierung, digitale Lichtsteuerung
Details

Credits

Konzept und Projekt: VOLNA

Produktion: VOLNA, ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe und Felix Pausch

Ort: TRIANGEL Open Space Karlsruhe

Laserschutzbeauftragter: Manuel Weber

Foto und Video: VOLNA

Musik: Sergey Kostyrko

Gefördert durch: Das Kulturamt der Stadt Karlsruhe im Rahmen der UNESCO City of Media Arts als Teil der Ausstellung Medienkunst ist hier (2023)

Mit freundlicher Unterstützung von: Unity Lasers

© VOLNA (2023)

Kostenloser Versand innerhalb der EU