Wie wichtig ist das Spiel/der Aspekt des Spielerischen in deiner Arbeit?
Kreativität existiert nicht ohne Spiel. Es ist der Kern jeder schöpferischen Handlung.
Hast du jemals an der Kunst gezweifelt?
Nein. Man zweifelt ja auch nicht an Wasser – es ist da, tut sein Ding und ist lebensnotwendig.
In welchen Momenten hast du bereut, Künstler*in zu sein?
Niemals. Im Gegenteil – mit jedem Jahr schätze ich diesen Beruf mehr und empfinde eine wachsende Dankbarkeit dafür.
Ohne wen wärst du nicht da wo du bist?
Ohne den Deutschen Jugendfotopreis.
Was war neben deiner künstlerischen Tätigkeit der bemerkenswerteste (Neben-)Job, in dem du gearbeitet hast?
Jedes Jahr begleite ich beim Europäischen Filmpreis die Gäste, die einen Ehrenpreis erhalten. Ich führe sie durch das Wochenende und darf sie näher kennenlernen. Besonders eindrucksvoll war die Zeit mit Liv Ullmann, Isabella Rosselini und Werner Herzog.
Was war der beste Rat, der dir je gegeben wurde?
Du bist auf deinem eigenen Weg, niemand sonst kann ihn gehen. Halte nicht den Weg einer anderen Person für deinen eigenen.
Mit welchen 3 Persönlichkeiten (tot oder lebend, real oder fiktiv) würdest du gerne zu Abend essen?
Jakob Moreno (Erfinder des Psychodramas), Ramana Maharshi (Indischer Weiser) und Gustav Landauer (anarchistischer Theoretiker). Eine perfekte Mischung aus Spiel, Stille und Anarchie.
Was hast du in letzter Zeit neu gelernt?
Stundenlang an einem Fluss im Dschungel zu sitzen kann das Schönste der Welt sein.
(1) Roman Schramm, New Dilation III, 2021, Pigment Print, Acrylic, 160 x 120 cm.
(2) Roman Schramm, Große Soße XLIII, 2019, Pigment print, acrylic, 160 x 210 cm.
(3) Roman Schramm, Permission II, 2023, Pigment print, paper mache, foam board, acrylic, 26 x 32 x 5 cm. Fotocredit: Studio Schramm.